Mixabin, ketin tenê di hundurê de pêk tê Deutsch.

Kernpunkte des MietenWoG Bln (Mietendeckel)

Der Mietendeckel ist eine allgemeine Mietpreisbegrenzung für fünf Jahre

Kern des Gesetzes ist die öffentlich-rechtliche Begrenzung der Mieten in Berlin für fünf Jahre. Ausgenommen sind:

  • Wohnungen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus,
  • mit Mitteln aus öffentlichen Haushalten zur Modernisierung und Instandsetzung geförderte Wohnungen mit Mietpreisbindung,
  • Wohnheime,
  • Trägerwohnungen
  • sowie alle ab Anfang 2014 erstmals bezugsfertigen Neubauten oder Wohnungen, die mit einem dem Neubau entsprechendem Aufwand aus dauerhaft unbewohnbarem Wohnraum wiederhergestellt wurden (bspw. in einer ehemaligen Bauruine).

Verstöße durch die Vermietenden gegen die Anforderungen des Berliner Mietengesetzes können als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von bis zu 500.000 € geahndet werden.

Das Gesetz begrenzt Mieterhöhungen für rund 90 % aller Berliner Mietwohnungen

Für rund 1,5 Millionen Berliner Mietwohnungen werden die Mieten auf dem Stand des 18.06.2019 „eingefroren“. Dies gilt für alle Mietverträge, die bereits am Stichtag 18.06.2019 bestanden und am Tag des Inkrafttretens des Gesetzes immer noch bestehen. Für nach dem Stichtag geschlossene Mietverträge darf höchstens Vormiete derselben Wohnung bzw. die niedrigere Mietobergrenze verlangt werden. Ab 2022 werden Mietanpassungen von bis zu 1,3 % jährlich möglich sein.

Rechte der Mietenden werden ohne Antrag wirksam

Mietende müssen im Normalfall nicht aktiv werden, damit ihre Rechte wirksam werden. Vermietende haben den Mietenden innerhalb von zwei Monaten nach Inkrafttreten dieses Gesetzes und vor Abschluss eines neuen Mietvertrages unaufgefordert Auskunft über die maßgeblichen Umstände zur Berechnung der Mietobergrenze zu erteilen. Mit Inkrafttreten des Mietendeckels ist es grundsätzlich verboten, eine höhere Miete als die Stichtagsmiete zu fordern. Verstöße durch die Vermietenden gegen die Anforderungen des Berliner Mietengesetzes können Mietende beim bezirklichen Wohnungsamt anzeigen oder sich an eine bezirkliche Mietendenberatung wenden, um das weitere Vorgehen abzuklären.

Neun Monate nach Inkrafttreten wird ein Verbot überhöhter Mieten wirksam

Das Gesetz legt fest, dass eine überhöhte Miete verboten ist. Dieses Verbot gilt allerdings erst neun Monate nach der Verkündung des Gesetzes. Als überhöht gelten Mieten, die um mehr als 20 % über der unter Berücksichtigung der Wohnlage zulässigen Mietobergrenze liegen.

Modernisierungskosten können zu max. 1€/m² auf die Miete umgelegt werden

Bestimmte Modernisierungen und deren Umlage auf die Miete sind grundsätzlich erlaubt, wenn sich hierdurch die Miete nicht um mehr als 1,00 € pro Quadratmeter erhöht. Die Grenze gilt auch im Falle mehrfacher Modernisierungen im Geltungszeitraum des Gesetzes.

Härtefallregelung schützen Vermietende vor dauerhaften Verlusten

Bei wirtschaftlichen Härtefällen von Vermieterinnen und Vermietern können Mieterhöhungen genehmigt werden, wenn das zur Vermeidung der Substanzgefährdung und von dauerhaften Verlusten zwingend erforderlich ist. Die genehmigten Mieterhöhungen oberhalb der Mietoberwerte werden durch einen Mietzuschuss abgefedert. Der Mietzuschuss darf höchstens dem die Mietobergrenze überschreitenden Betrag entsprechen.